Heimattreffen der Karpatendeutschen aus dem Bottwartal der Slowakei in unserem Bottwartal

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Am kommenden Wochenende, dem 07. - 09. Oktober 2011, treffen sich die Karpatendeutschen aus dem Bottwartal (Bodwatal) der Slowakei zu ihrem jährlichen Heimattreffen wieder in Großbottwar. Eine Delegation der drei Kommunen wird am Freitag um 10 Uhr vom Bürgermeister Ralf Zimmermann in Großbottwar zu einem Erfahrungsaustausch im Rathaus empfangen. Am Nachmittag steht dann eine Begegnung mit Bürgermeister Günter Henzler in Beilstein auf dem Programm.

Zur Delegation aus dem anderen Bottwartal gehören die Bürgermeister von Untermetzenseifen Frau Dr. Valeria Flachbart, von Obermetzenseifen Robert Nalepka, von Stoss Anton Imling und der Vorsitzende des Heimatvereins Bodwatal, Prof. Erich Grenzer sowie Helmut Eiben als Vertreter der Karpatendeutschen in Deutschland.

Erstmals im Jahre 2005 gelangte die Kenntnis von einem Bottwartal in der Slowakei zu uns. Zur Bereicherung des Festjahres 2006 in Großbottwar „ 750 Jahre Stadtgeschichte – 450 Jahre Rathaus“ war eine größere Delegationen aus diesem Bottwartal der Slowakei zum ersten mal hier.

Das besondere an diesem Bottwartal ist nicht nur der Name, der sich aus dem Keltischen ableitet (sumpfige Tallandschaft), sondern, dass dieses Tal vor mehr als 800 Jahren von Deutschen besiedelt und die Städte/ Dörfer gegründet wurden. Die ersten deutschstämmigen Siedler kamen bereits im 12. Jahrhundert ins Bodwatal. Es waren hauptsächlich Bergleute, die als Hauer und Knappen für den Eisenerz- und Kupferabbau von ungarischen Königen angeworben wurden. Am Oberlauf der Bodwa im Osten der Slowakei gibt es 3 Dörfer/ Städte, die im 12./ 13.Jahrhundert von Deutschen Siedlern begründet wurden. Ungarische Könige (erste schriftliche Belege von 1272 unter König Bela IV.) warben deutsche Bergleute aus dem bayerisch-fränkischen Raum zum Abbau der Eisen-, Kupfererze sowie von Edelmetallen an. Diese deutschen Siedlungen konnten ihre Kultur und Sprache über 800 Jahre bewahren. Ihre Sprache, die sie selbst „mantakisch“ nennen und deren Herkunft Sprachforscher dem bayerisch-fränkischen Raum zuordnen, konnten sie bis heute erhalten.